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Vademekum
Vom Samen zur Tasse
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Die vielen Forschungen über die Ursprünge des Kaffees deuten darauf hin, dass die Pflanze und damit auch das Kaffeegetränk bei den alten Kulturen der vorchristlichen und vorislamischen Zeit noch nicht bekannt waren.
Dennoch existieren einige historische und literarische Hinweise, die zu der Annahme führen, dass eine Verwendung des betreffenden Getränks bereits in älteren Zeiten erfolgte.
In seinen Schriften über Homers Ilias behauptet Pietro della Valle (1533-1617), dass im vierten Gesang, wo von einem geheimnisvollen und magischen Getränk die Rede ist, in der „Kannenpflanze als Aufguss in den Tassen“ ein deutlicher Hinweis auf den Kaffee zu finden ist.
Ein weiterer Bezug zum Kaffee ist in einer Abhandlung von G. Paschius aus dem 18. Jahrhundert zu finden, der die Erwähnung von Kaffee an einigen Stellen der Bibel herleitet.
Andere wiederum sind der Meinung, dass eine der phantastischen Gaben, die die Königin von Saba Salomon darbot, Kaffee gewesen sein soll.
Die Ursprünge des Wissens um den Kaffee vermischen sich gewiss mit legendenhaften Versionen, doch es ist nicht auszuschließen, dass auch in diesen Phantastereien ein Körnchen Wahrheit steckt.
In den arabischen Ländern erzählt man sich einer alten Legende zufolge, dass der Kaffee vom Erzengel Gabriel als Getränk und Medizin zur Heilung des Propheten Mohamed erfunden wurde.
Die vermutlich bekannteste Legende über den Kaffee verdanken wir dem maronitischen Ordensbruder Antonio Fausto Nairone. Er erzählte, dass ein arabischer Hirte namens Kaddi eines Tages beim Hüten seiner Ziegen bemerkte, wie diese nach dem Verspeisen einiger rötlicher Beeren von einer Pflanze Zeichen von Aufregung zeigten und unruhig zu stampfen begannen
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