Vom Samen zur Tasse

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Vom Samen zur Tasse

Es gibt mehrere Methoden zur Zubereitung des Getränks. Jede von ihnen hat ihre Berechtigung, denn so können die Verbraucher ihren Kaffee genau nach ihrem Geschmack genießen.

Die älteste und einfachste Art der Kaffeezubereitung ist die „Aufgussmethode“, die erstmalig 1771 in Frankreich Anwendung fand. Der gemahlene Kaffee wird in eine Kaffeekanne gegeben, darauf wird kochendes Wasser gegossen und das Ganze wird verrührt. Nachdem man ihn 3-5 Minuten ziehen lassen hat, wird der Kaffee mit einem Sieb abgegossen.
„Türkischer Kaffee“ ist ein Begriff, mit dem ziemlich zu Unrecht alle mittelöstlichen Kaffees bezeichnet werden. Wie viele und welche Varianten es auch geben mag, der Türkische Kaffee wird stets im „Ibrik“, einem kleinen, sich von unten nach oben verjüngenden Kaffeekochtopf aus Metall (meist aus Messing) mit nur einem Griff zubereitet.
Für den „Filterkaffee“ benötigt man eine spezielle Ausstattung: eine Kanne, einen Filter und Filtertüten aus Papier oder Stoff. Der hiermit zubereitete Kaffee ist hervorragend. Zuerst wird die Kanne angewärmt, dann wird ein kegelförmiger Beutel in den Filter gelegt, den man auf die Kanne setzt.
Diese Methode findet in Nordamerika, wo 5-6 g hell gerösteter Kaffee pro Tasse verwendet werden, und in den nordeuropäischen Ländern sowie in Frankreich Anwendung, wo man mittel oder dunkel gerösteten Kaffee in Mengen von etwa 10 g pro Tasse verwendet. Die Tassen, aus denen man diese Art von Kaffee trinkt, sind gewöhnlich sehr groß und ähneln Teetassen.
Die „Caffettiera Napoletana“, die neapolitanische Kaffeemaschine, besteht aus zwei Teilen, zwischen denen sich ein körbchenartiger Filter befindet. Die „Caffettiera Moka“, die Espressokanne bzw. Mokkamaschine, besteht aus drei Teilen, die miteinander verbunden werden: dem Kannenunterteil oder auch Kessel, in dem das Wasser zum Kochen gebracht wird, dem metallenen Trichtereinsatz in der Mitte, in den der fein gemahlene Kaffee gegeben wird, und dem Kannenoberteil, in dem das Getränk aufgefangen wird.
„Löslicher Kaffee” oder „Instantkaffee“ kann per Sprühtrocknung oder Gefriertrocknung hergestellt werden. Bei beiden Methoden erfolgt eine Extraktion des gerösteten und gemahlenen Kaffees in einer turmartigen Extraktionsanlage mit etwa 180 °C heißem Wasser unter Druck.

Die erste Espresso-Maschine, die für kommerzielle Zwecke hergestellt wurde, wurde von Bezzera im Jahr 1901 auf den Markt gebracht, doch das Modell, das wir heute kennen, wurde 1946 von Achille Gaggia erfunden.
Espresso ist ein Kaffee, der mit einer besonderen Extraktionsmethode zubereitet wird, durch die ein sehr konzentriertes Getränk mit intensivem Geschmack und Aroma entsteht.
Die Merkmale eines Espressos sind die Crema, der Körper und das Aroma. Die Crema ist ein Schaum, das heißt eine Gasdispersion (Luft und Kohlendioxid) in einer Flüssigkeit; der für dessen Bildung verantwortliche flüssige Anteil enthält im Wasser emulgierte Öle.

Eine hervorragende Tasse Espresso muss daher einen ausgeprägten Körper, einen anhaltenden Abgang, einen intensiven Geschmack und ein kräftiges Aroma sowie eine dichte Crema aufweisen. Im Unterschied zum Filterkaffee, der als Getränk verzehrt wird, ist der Espresso vor allem eine Art stärkendes Elixier mit der Fähigkeit, Körper und Geist zu beleben.



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